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Ende 1964 gab es Überlegungen, in Unteriglbach einen Schützenverein zu gründen, und zwar im Gasthaus Rettenberger. Dieser Vorschlag erhielt große Resonanz und so trugen sich am 24.9.65
41 Männer in die Gründungsliste des neuen Vereins ein, der den Namen "Gut Glück" tragen sollte. Zum ersten Schützenmeister wurde Josef Geier aus Söldenau bestimmt.

Den Vorstand bzw. Ausschuss bildeten:

Weinberger Johann, 2. Schützenmeister

Pletz Karl, 1. Vorstand

Rettenberger Josef, 2. Vorstand

Höng Willi, 1. Kassier

Lorenz Josef, 2. Kassier

Lindinger Peter, 1. Schriftführer

Meier Josef, 2. Schriftführer

Die weiteren Gründungsmitglieder waren:

Stockbauer Xaver, Haslinger Johann, Hofer Albert, Fuchs Josef, Höng Hermann, Pauli Johann, Mayerhofer Nepomuk, Jedersberger Josef, Reindl Helmut, Rettenberger Erich, Hollweck Franz, Höng Josef, Muggendobler Ludwig, Heider Herbert, Jirka Rudolf, Weinberger Johann, Höng Reinhard, Lindinger Franz, Lindinger Johann, Lindinger Nepomuk, Peterbauer Johann, Jungbauer Johann, Sickinger Franz, Kobler Johann, Schirmbeck Günter, Butzenberger Josef, Spitzl Willi, Feußner Willi, Haslinger Erich, Spirk Helmut, Koller Max, Messner Gerhard, Höng Gottfried

Schon im Januar wurde der neu gegründete Verein an den Bayerischen Sportschützenbund München gemeldet und war somit ein offizieller Schützenverein.

Um auch aktiv am Schießsport teilnehmen zu können errichteten die Mitglieder 2 Schießstände im Vereinsheim, die am 22. Januar in Betrieb genommen wurden. Immer freitags fanden seitdem die Schießabende statt; eine Regelung, die bis heute Bestand hat!

Nur ein Jahr nach der Gründung wurde zum ersten Mal die Königswürde ausgeschossen, und mit Herbert Heider konnte der erste Schützenkönig des Vereins ermittelt werden.

Nach dem Umbau der Schießstände auf 6 Schießbahnen wurde im Jahr 1967 ein Gründungsschießen mit beachtlichen 209 Teilnehmern ausgetragen. Schon hier zeigte der Verein Organisationstalent. Im gleichen Jahr wurde die erste Mannschaft zu den Rundenwettkämpfen angemeldet. Josef Butzenberger, Herbert Heider, Franz Höng und Günter Gnerlich erreichten gleich im ersten Jahr den zweiten Platz und schafften somit den Aufstieg in die Gruppe 2. Auch bei der Gaumeisterschaft erreichte Josef Butzenberger den 2. Platz in der Schützenklasse.
Dazu gab es in diesem Jahr eine Änderung an der Vereinsspitze. Zum 1. Schützenmeister wurde Martin Winter gewählt, zu seinem Stellvertreter bestimmte man Josef Butzenberger.

Schon bald musste der noch junge Verein einen schweren Schicksalsschlag hinnehmen, als 1968 der 1. Schützenmeister schnell und völlig unerwartet verstarb und eine große Lücke hinterließ. Als Folge wurde Josef Butzenberger vom stellvertretenden zum ersten Schützenmeister ernannt.

Sportlich blieb der Verein "Gut Glück" weiter sehr aktiv. So wurde vom 27.02. bis zum 16.03.1969 das 1. Pokalschießen im Vereinslokal Rettenberger abgehalten, an dem sich beeindruckende 522 Schützen aus 31 Vereinen beteiligten und um die wertvollen Pokale und Sachpreise kämpften. Eine solch hohe Beteiligung gab es bis heute auf keinem Gauschießen mehr.
Noch im selben Jahr veranstaltete der Verein zum ersten Mal eine interne Meisterschaft, anfangs nur mit dem Luftgewehr, kurz darauf dann auch für Luftpistolenschützen. Ebenfalls gab es ein jährliches Endschießen als Einleitung zur Sommerpause, welches an zwei Schießtagen durchgeführt wurde und hochwertige Preise versprach.

Das Jahr 1969 war auch in anderer Hinsicht herausstechend: erstmals traten weibliche Mitglieder dem Schützenverein bei.

Im April 1970 wurden dann die Gaumeisterschaften für Luftpistole und Luftgewehr im Vereinslokal durchgeführt.
Das damals schon hohe Engagement im Jugendbereich zeigte sich daran, dass die Unteriglbacher Schützen im gleichen Jahr das Jugendpokalschießen des Schützengaus Vilshofen ausrichteten.

Neben all den selbst veranstalteten Schießen beteiligten sich die Schützen auch aktiv an den verschiedenen Preisschießen und Wettkämpfen in und um den eigenen Gau.
Besonders hervorzuheben sind dabei die vielen Freundschaftsschießen gegen den in enger Freundschaft verbundenen Schützenverein aus Eging.

Im Jahr 1971 wurde der Verein dann in "Adlerschützen Unteriglbach" umgetauft. Im gleichen Jahr kauften die Schützen eine Standarte, auf dem sowohl das Vereinsabzeichen als auch das Motto "Im Auge Klarheit, im Herzen Wahrheit" eingestickt sind. Diese Standarte wurde im Mai 1972 in einer Feier geweiht, an der sich alle Ortsvereine beteiligten.adler

Die erste Dame, die Schützenkönigin wurde, war 1971 Luise Rettenberger. Sie stellte zwei Jahre später in der Damenklasse des Schützengau Vilshofen mit 271 Ringen sogar einen Gaurekord auf. Unsere Jugendmannschaft wurde im gleichen Jahr Jugendsieger des Schützengau Vilshofen.

1975 stand dann ein erstes Jubiläum an: das 10-jährige Bestehen des Vereins.

Dieses sollte am 21. und 22. Juni mit einem großen Fest und einer Fahnenweihe gefeiert werden.

Die Ehrenämter wurden folgendermaßen besetzt:

Schirmherr: 1 Bürgermeister Josef Kirschner

Fahnenmutter: Luise Rettenberger

Festdamen: Lotte Höng, Erika Weinberger, Luise Rettenberger

Fahnenjunker: Johann Winter

Als Patenverein konnten die Reschendoblschützen aus Beutelsbach gewonnen werden.

Mit Gästen aus 56 Vereinen wurde das Jubiläum würdevoll gefeiert und blieb in langer und guter Erinnerung.

In den weiteren Jahren ging es mit den Mitgliederzahlen weiter bergauf und die Adlerschützen waren bei Wettkämpfen und Meisterschaften fleißig und erfolgreich vertreten. Um dem gerecht zu werden wurde 1984 die Anzahl der Schießstände auf 8 erhöht und im Zuge dessen auch die Schießanlage renoviert. Zur Einweihung der frisch renovierten Anlage und des Aufenthaltsraums führten die Adlerschützen ein Dorfschießen durch, an dem sich 147 Personen aus 9 Dorfvereinen beteiligten. Im Rahmen der Preisverleihung segnete Pfarrer Moosbauer die Anlage und der Gauschützenmeister Alois Anthuber übermittelte die Grüße und die Anerkennung des BSSB. Dem Vereinswirt Josef Rettenberger wurde für sein Engagement und seine Bereitschaft, die Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen, die Ehrennadel des BSSB verliehen.
Dieses Dorfschießen, dem sich alle Vereine aus dem Dorf beteiligen können, wird seit dem alle zwei Jahre ausgetragenen.

Bei der Jahreshauptversammlung 1985 wurde die Namensänderung zu "Adlerschützen e.V." beschlossen und damit die Satzung des BSSB angenommen.

In all den Jahren war unser Verein mit 1 - 3 Luftgewehrmannschaften in den verschiedenen Klassen unterwegs, ein großer Erfolg war dabei 1985 der Aufstieg der 1. Mannschaft in die Gauliga B, nur zwei Jahre später gelang sogar der Aufstieg in die Gauliga A, in welcher man sich über viele Jahre halten konnte.

Das 20-jährige Jubiläum begingen die Adlerschützen dann mit einem Preisschießen, zu dem 11 Vereine eingeladen waren.

Das nächste große Ereignis in der Geschichte des Vereins war die Feier des 25-jährigen Jubiläums am 14. und 15. Juli 1990 unter der Schirmherrschaft des 2. Bürgermeisters Ludwig Nothaft. Fahnenmutter war wiederum Luise Rettenberger, begleitet wurde sie von den Fahnenjunkern Hartmut Roitner und Ulrich Lindinger und den Festjungfrauen Silvia Bürgermeister, Anja Krapf, Sandra Hollweck, Michaela Simet, Birgit Simet und Silvia Viertl von den Reschendoblschützen Beutelsbach, die auch diesmal als Patenverein gewonnen werden konnten. Mit 72 geladenen Vereinen wurde das Fest in einem angemessenen Rahmen gefeiert.

Im Jahr 1992 führte der Verein schließlich eine eigene Wertung für den Jugendkönig ein, um den Leistungen der Jungschützen gerecht zu werden. Diese neue Kette durfte sich Alexander Anders als erstes umhängen.

Nach vielen erfolgreichen und sportlich aktiven Schießjahren gerieten die Adlerschützen in eine fast existenzielle Krise. Die Mitgliederzahlen stagnierten, die Nutzung der Schießanlage war oftmals durch Veranstaltungen im Gasthaus unmöglich und in vielen Köpfen spukte bereits das Gespenst "Vereinssterben" herum.

Doch zeigte sich hier die hervorragende Kameradschaft und das Gefühl der Zusammengehörigkeit im Verein: anstatt den Kopf in den Sand zu stecken entschloss man sich, ein eigenes Vereinsheim zu errichten.

Ein Bauausschuss wurde gebildet und traf sich ab Februar 2003 regelmäßig, um das Projekt in Angriff zu nehmen. Wieder stellten sich alle Mitglieder hinter ihren Verein und sicherten entweder ihre Arbeitsleistung zu oder beteiligten sich mit privaten Darlehen am Bau.

Nach intensiver Vorarbeit war es dann endlich soweit: am 08. November 2003 erfolgte der Spatenstich. Dass die Einweihung bereits im Oktober 2004 erfolgen konnte unterstreicht noch einmal den großartigen und herausragenden Einsatz aller Beteiligten. Insgesamt wurden von den Adlerschützen und den befreundeten Ortsvereinen 5400 Arbeitsstunden geleistet!
Besonders hervorzuheben sind dabei die unzähligen Stunden die unsere „vier Seppen“ geleistet haben, Sigl – Lorenz – Bürgermeister – und Jedersberger Sepp verbrachten jede freie Minute auf der Baustelle, als Dank dafür wurden sie zu Ehrenmitgliedern ernannt.

Am Sonntag den 29.08.2004 wurde dann ein großes Einweihungsfest gefeiert, mit dem sich der Verein bei allen Helfern bedankte. Die feierliche Segnung der neuen Schützenheimat übernahm Pater NicoStjepanovic.

Das gesellschaftliche Leben war den Adlerschützen neben dem Sport auch immer wichtig. Bereits von Anfang an wurden Traditionen begründet, die zum Teil bis heute gepflegt werden. Es gab Schützen- bzw. Faschingsbälle, Vereinsausflüge, Christbaumversteigerungen, Weihnachtsfeiern. Seit einigen Jahren halten wir die Weihnachtsfeier abwechselnd mit unserem Patenverein ab. Auch Sommerfeste gab es schon lang; anfangs in der Sternsteinhofhütte Bad Griesbach, dann auf dem Minigolfgelände und einmal beim Seewirt. Seit dem Neubau wird das Grillfest regelmäßig Anfang Juli gefeiert und erfreut sich ringsherum größter Beliebtheit. Seit mehreren Jahren besuchen unsere Mitglieder jedes Jahr am 15. August unser Vereinsmitglied Maria Schwendinger in deren Minigolfanlage.

Beim 70. Geburtstag unseres langjährigen Schützenmeisters Willi Höng nutzte man den besonderen Anlass und ernannte ihn, als Dank für seine arbeitsreichen Jahre im Verein, zum Ehrenvorstand.

Eine weitere große Ehrung wurde im Jahr 2012 unserem Mitglied Josef Sigl zuteil. Nach über 40 Jahren aktivem Engagement im Verein überreichte ihm Landrat Franz Meyer das Ehrenzeichen des bayerischen Ministerpräsidenten. Schon Jahrzehnte können sich die Schützen auf ihren Sepp verlassen; stets half er bei allen Veranstaltungen mit und übernahm auch verschiedene Ämter. Und wer denkt, er würde sich jetzt ausruhen, der irrt sich: Immer noch ist er im Ausschuss aktiv dabei und verwaltet das vereinseigene Holzlager, das von ihm auch stets gewissenhaft befüllt wird.

Mit dem Umzug ins eigene Vereinsheim ging es dann auch sportlich schnell bergauf. Immer mehr neue Mitglieder und Schützen kamen in unseren Verein.

2005 veranstaltete man - in Verbindung mit dem Standeröffnungsschießen - das Gaukönigschießen des Schützengaus Vilshofen. Bei dieser zweiwöchigen Veranstaltung zeigten die Adlerschützen aufs Neue ihr Organisationstalent und ihre Gastfreundschaft und konnten unglaubliche 400 Teilnehmer in ihrem neuen Heim verzeichnen.

Durch Jürgen Wichert, im Verein ein Luftpistolenschütze der ersten Stunde, wurden immer mehr Kurzwaffenschützen auf den Verein aufmerksam und bald wurde eine Mannschaft im Rundenwettkampf gemeldet.

Auch bei der traditionellen Vereinsmeisterschaft gab es bald eine extra Pistolenklasse, die nach kurzer Zeit auf Herren- und Damenklasse aufgeteilt wurde.

Die Königswürde, die seit 1966 jährlich ausgeschossen wird, blieb jedoch wie gehabt. Man entschied sich hier bewusst, nicht zwischen den Waffenarten zu unterscheiden und einen extra Luftpistolenkönig zu suchen. Vielmehr wurde durch eine neue Wertung ein faires System gefunden, um unter allen Luftdruckschützen den König zu ermitteln. Betrachtet man die wunderschöne Königskette, war dies auch die richtige Entscheidung.

Eine weitere Tradition, die wir seit der Einführung 1980 weiterführen, ist das Wanderpokalschießen. Schon damals war die Teilnahme groß. Die Regeln sind einfach: das beste Blattl gewinnt und wer den Pokal dreimal gewonnen hat darf ihn behalten. Mittlerweile gibt es zwar einen neuen Pokal, welcher von Schützenmeister Hartmut Roitner gestiftet wurde, das Reglement aber ist nach wie vor gleich.

Im Jugendbereich konnte man seit dem Vereinheimbau ebenfalls schnell erfolgreichen Zuwachs verzeichnen, so schaffte Martina Fischer 2007 als erste Schützin des Vereins die Qualifikation zur Niederbayerischen Meisterschaft. Nur wenige Jahre später vertrat Andreas Senn die Adlerschützen mit dem Luftgewehr sogar auf den Bayerischen Meisterschaften.

Seitdem qualifizieren sich jedes Jahr immer mehr Adlerschützen für die weiterführenden Meisterschaften, und das in immer mehr Disziplinen. Durch Ehrgeiz und Trainingsdisziplin erreichen durchschnittlich 15 – 20 unserer Schützen das Limit für die „Niederbayerische“, ca. 10 davon schaffen den Sprung zur „Bayerischen“ und mit Rudi Lawrenzcuk konnte ein Mitglied der Adlerschützen sich schon zweimal für die Deutsche Meisterschaft qualifizieren.

Basis dafür sind die Gaumeisterschaften, an denen sich unser Verein in hoher Zahl und in den unterschiedlichsten Disziplinen beteiligt. Im Jahr 2015 gewannen die Adlerschützen mit 69 Starts den Meistpreis und hatte 21 Gaumeister, 7 Vize-Meister, 3 Drittplazierte und 9 Mannschaftstitel zu verzeichnen. Besonders hervorzuheben sind dabei Schützen wie z.B. Jürgen Wichert, Christian Kalhammer und Barbara Löw, welche in bis zu 12 verschiedenen Waffenarten- und -klassen für die Adlerschützen starten.

Doch nicht nur hier sondern auch auf allen anderen Gauveranstaltungen zeigen die Adlerschützen Schützenkameradschaft und nehmen zahlreich und auch sportlich ehrgeizig teil. Mit Christian Kalhammer 2009 und Josef Degenhart 2010 kann man z.B. auf zwei Gaukönige im Luftpistolenbereich zurückblicken.

Egal bei welcher Schießsportveranstaltung, die Adlerschützen sind immer stark vertreten, was sich am regelmäßigen Gewinn des Meistpreises zeigt.

Am Wolferstetter Cup nahmen jedes Jahr mehrere Luftgewehrmannschaften teil.

Der Aldersbacher Cup der Luftpistolenschützen zieht jedes Jahr viele Mannschaften von uns an, so meldeten wir 2014 fünf Teams, von denen es drei in das Achtelfinale schafften.

Unsere „Erste“ mit Stefan Degenhart, Johannes Schauer und Michael Steinbauer schaffte es bis ins Halbfinale, in dem sie sich in einem spannenden Kampf gegen Tabertshausen durchsetzten konnten.

Im Finale wartete Aldersbach. Nach der bitteren Finalniederlage von 2013 war der Ehrgeiz noch größer und so schafften sie das, was der Vereins bis Dato noch nicht geschafft hatte: sie gewannen den Aldersbacher Cup und brachten den Pott ins Vereinsheim der Adlerschützen! Auch im Jubiläumsjahr steht die erste Mannschaft wieder im Halbfinale und versucht den Titel zu verteidigen.

Unser Schützenmeister Hartmut Roitner regte 2007 an, einen Gemeindepokal für die Schützenvereine der Marktgemeinde Ortenburg zu veranstalten.
In der Reihenfolge Unteriglbach, Oberiglbach, Sammarei, Ortenburg wird dieser Pokal seither im Erwachsenen- und Jugendbereich ausgeschossen. Seit kurzem zählt auch der Schützenverein Scheunöd zur Marktgemeinde Ortenburg und beteiligt sich seit diesem Jahr ebenfalls am Gemeindepokal. Bisher konnten wir den Pokal der Erwachsenen fünf und den der Jugend ebenfalls fünfmal gewinnen und führen die Wertung somit an.

2008 wurde der mittlerweile traditionelle und weithin bekannte 24 Stunden Marathon durch den damaligen Sportwart Christian Kalhammer ins Leben gerufen. Nach einem internen Testlauf mit 10 Teilnehmern entschied man sich, diesen besonderen Wettkampf offen auszuschreiben. Trotz der wenigen Stunden Schlaf entschieden sich immer wieder viele Schützen, auch außerhalb des Gaus Vilshofen, zur Teilnahme an dieser außergewöhnlichen Veranstaltung, bei der neben dem Schießsport auch die Gemeinschaft großgeschrieben wird. Rekordsieger Stefan Degenhart konnte sich die Marathon-Scheibe schon viermal sichern, nur durch Werner Maier und Michael Huber (Sammarei) wurde seine Siegesserie unterbrochen.
Der Marathon im Jahr 2010 war das letzte Schießen auf den elf Seilzuganlagen. Als zweiter Verein des Schützengau Vilshofen entschieden wir uns zur kompletten Umstellung auf elektronische Schießstände. Durch viel Eigenleistung, vor allem von Josef und Michael Fischer, konnte die neue Anlage nur wenige Wochen später beim Wanderpokalschießen vereinsintern „eingeweiht“ werden.
Die erste große Bewährungsprobe für die neue Schießanlage war das Dorfschießen im Januar 2011, an dem sich 174 Dorfbewohner beteiligten. Seitdem werden immer mehr große Schießen wie z.B. Gaumeisterschaften auf unseren Ständen ausgetragen.

Seit vielen Jahren fahren immer wieder mehrere Schützen des Vereins auf das Landesschießen welches auf dem Oktoberfest in München ausgetragen wird. Die Fahrt wird vom Schützengau Vilshofen organisiert und begeistert durch Gemütlichkeit und Geselligkeit. Geschossen wird im hinteren Bereich des Schützenfestzelts. Bei einer Beteiligung von mehr als 3000 Schützen ist es bedeutenswert, dass auch unsere Schützen immer wieder Geldpreise gewinnen.

Ein besonderes Ereignis ist auch die jährliche Teilnahme am Martinischießen in Südtirol. So zog es auch 2014 wieder mehrer Schützen von uns nach Kaltern, um für ein Wochenende mit der Luftpistole bei dieser Veranstaltung zu schießen.

Aufgrund all dieser Tätigkeiten und Aktivitäten ist es kein Wunder, dass man mittlerweile in den Rundenwettkämpfen auch immer mehr an Stärke gewinnt. In den letzten Jahren meldeten die Adlerschützen 6 – 8 Mannschaften in den jeweiligen Klassen und waren vor allem im Luftpistolenbereich sehr erfolgreich. Hier konnte in der Saison 2012/2013 die damalige „Erste“ um Sandra Maier, Werner Maier, Thomas Reich und Rudi Gayer den Grundstein für einen unglaublichen Erfolg legen. Durch ihre Stärke, ihren Kampfgeist und ihren Fleiß konnten die vier die Adlerschützen in die Bezirksliga bringen. In einer unglaublich konstanten Saison legten sie den Grundstein für den Aufstiegskampf und schafften es trotz des enormen Drucks ihre Leistungen abzurufen und so den Aufstieg perfekt zu machen.

Durch einen enormen Zulauf an neuen, hochklassigen Schützen, wurde die erste Mannschaft neu besetzet. Stefan Degenhart, Michael Steinbauer, Johannes Schauer und Pavel Skopovy führen die unglaubliche Gesichte weiter und schafften den direkten Durchmarsch in die Niederbayernliga.
Die Siegesserie setze sich auch dort ford und so sicherte sich das Team, welches durch Christian Kalhammer ergänzt wurde, an die Spitze der Niedernbayernliga. Beim Aufstiegskampf in München Hochbrück sicherten sich die Jungs, verstäkt durch Werner Maier, den Aufstieg in die Bayernliga.
Die ursprünglichen Bezirksligaaufsteiger um Mannschaftsführerin Sandra Maier kämpfen nun als „Zweite“ wieder in der Gauoberliga und sind auf dem besten Wege, die Wiederholung zu schaffen um dann selbst in dieser hochklassigen Liga anzugreifen.

Da die vergangenen Jahre geprägt waren von vielen Aufstiegen und Erfolgen war es umso härter, dass aufgrund von krankheitsbedingtem Schützenmangel die dritte Mannschaft im Luftgewehrbereich abgemeldet werden musste. Im gleichen Jahr stieg die zweite Mannschaft aus der Gauliga II ab, da ihre besten Schützen die erste Mannschaft verstärkten, um die Gauoberliga, in die man 2012 wieder aufstieg, halten zu können.

Doch nicht nur mit den Luftdruckwaffen sind die Adlerschützen unterwegs. Den Großteil der Gaumeister z.B. stellt man seit mehreren Jahren im Klein- und Großkaliberbereich sowie mit Vorderladerwaffen.
Auch eine eigene Sportpistolenmannschaft war im Sportjahr 14/15 für die Rundenwettkämpfe gemeldet.

Bei all den sportlichen Tätigkeiten kommt das Gesellige trotzdem nie zu kurz. Jeden Dienstag trifft man sich zum trainieren und so manche versinken danach in den Tiefen der Schafkopfkarten. Am Ende einer Saison gibt es jährlich eine große Saisonabschlussfeier für alle Aktiven und deren Familien. Aber auch in der laufenden Saison setzen unsere Schützen auf Kameradschaft so gibt es nach vielen Heimkämpfen Pizza oder Brotzeit und gemütliche Stunden, bei denen auch die sportlichen "Gegner" gerne sitzen bleiben. Vor allem nach dem letzten Saisonkampf der Luftgewehrschützen feiert man mit der gegnerischen Mannschaft bei großem Brotzeitbuffet die abgelaufene Saison.

Das Jahr 2015 war wohl eines des besondersten in der ganzen Vereinsgeschichte.  Vom 19.-21. Juni feierte man das 50-jährige Gründungsjubiläum an welchem sehr viele Schützen- und Nachbarvereine teilnahmen. Der Höhepunkt des dreitägigen Festes war eindeutig der Sonntag. Mit der Festkapelle Gerleigner hatte man eine wahre Stimmungskanone auf der Bühne welche bis zum Abend hin im Zelt einheizten und das Fest unvergesslich machten.

Leider verstarb im gleichen Jahr auch unsere langjährige Fahnenmutter Luise Rettenberger. Sie hat unseren Verein in all den Jahren sehr geprägt und in großer Dankbarkeit nahmen die Adlerschützen Abschied von ihr. Duch das Fahnenmutterband, welches immer einen Platz an unserer Fahne findet, werden wir sie immer bei uns tragen.

"Gibt's denn was schön'res auf der Welt,
als unseren lieben Sport,
der lang uns schon zusammenhält
und halten mag so fort.
Wir wollen drum bekennen heut'
und rufen laut und viel:
Ich bleib ein Schütz, solang ich leb'
dem Schießsport ein "Gut Ziel"."

Quelle: Vereinschronik Adlerschützen Unteriglbach